{"id":218,"date":"2015-05-16T21:32:21","date_gmt":"2015-05-16T19:32:21","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/wordpress\/?page_id=218"},"modified":"2015-05-16T21:43:13","modified_gmt":"2015-05-16T19:43:13","slug":"gereimte-fastnachtspredigt-zu-lukas-18-31-43","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.kerstins-kirchenkabarett.de\/?page_id=218","title":{"rendered":"2013: Gereimte Fastnachtspredigt zu Lukas 18, 31-43"},"content":{"rendered":"<p><strong>Gereimte Fastnachtspredigt zu Lukas 18, 31-43<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDie dritte Ank\u00fcndigung von Jesu Leiden und Auferstehung&#8220; und \u201eDie Heilung eines Blinden bei Jericho&#8220;,<\/p>\n<p>9. Februar 2013<br \/>\nvon Kerstin Sch\u00e4fer<br \/>\nfaschingspredigt_2013<\/p>\n<p>1. Es kamen zwei Matrosen neulich<br \/>\nzu ihrem Chef, dem Kapit\u00e4n.<br \/>\nSie hatten n\u00e4mlich &#8211; wie abscheulich! &#8211;<br \/>\n\u00b4nen blinden Passagier geseh\u2019n.<\/p>\n<p>2. \u201eEin blinder Passagier! Zum Teufel!<br \/>\nDer muss hier augenblicklich fort.&#8220;<br \/>\nDer Kapit\u00e4n l\u00e4sst keinen Zweifel:<br \/>\n\u201eWerft ihn am besten \u00fcber Bord.&#8220;<\/p>\n<p>3. Gesagt, getan. Die zwei versenken<br \/>\nden Mann sofort am Meeresgrund.<br \/>\nErst danach fang\u2019n sie an zu denken:<br \/>\n\u201eWas mach\u2019n wir mit dem Blindenhund?&#8220;<\/p>\n<p>4. Was will uns dieser Witz verraten?<br \/>\nWir seh\u2019n es augenblicklich ein:<br \/>\nMan kann auf ganz verschied\u2019ne Arten<br \/>\nmit Blindheit schwer geschlagen sein.<\/p>\n<p>5. So auch zu biblisch fernen Zeiten:<br \/>\nDa schl\u00e4gt uns Lukas heute vor,<br \/>\ndie J\u00fcnger Jesu zu begleiten;<br \/>\nsie steh\u2019n vor Jericho am Tor.<\/p>\n<p>6. Wir sehen M\u00e4nner, Frauen, Kinder,<br \/>\nsie alle streben in die Stadt.<br \/>\nAm Rand der Menge sitzt ein Blinder,<br \/>\nder auch was mitbekommen hat.<\/p>\n<p>7. Zuvor jedoch lasst uns noch weilen<br \/>\nbei Jesus und der J\u00fcngerschar,<br \/>\ndie fr\u00f6hlich mit ihm vorw\u00e4rts eilen<br \/>\nund glauben an ein Jubeljahr:<\/p>\n<p>8. Ein jeder schwelgt auf seine Weise.<br \/>\nSie freu\u2019n sich seit Methusalem<br \/>\nauf diese ganz besond\u2019re Reise:<br \/>\ndie Reise nach Jerusalem.<\/p>\n<p>9. \u201eJerusalem, du sch\u00f6ne St\u00e4tte!&#8220;<br \/>\n&#8211; allein der Name macht schon Mut,<br \/>\n\u201ewir geh\u2019n mit Jesus um die Wette,<br \/>\nund sind wir da, wird alles gut!<\/p>\n<p>10. Auf Nimmer-Wiederseh\u2019n, ihr B\u00f6sen!<br \/>\nDenn unser Herr, der ist auf Zack!<br \/>\nDer Christus wird uns all\u2019 erl\u00f6sen,<br \/>\nzun\u00e4chst mal von dem R\u00f6mer-Pack.&#8220;<\/p>\n<p>11. So fiebern sie auf ihren Wegen<br \/>\nmit nie gekannter Euphorie<br \/>\ndem \u201eSturm aufs Rathaus&#8220; schon entgegen,<br \/>\nzumindest in der Phantasie.<\/p>\n<p>12. Die J\u00fcnger sind jetzt kaum zu halten,<br \/>\nwoll\u2019n in die Heil\u2019ge Stadt sogleich.<br \/>\n\u201eDort bleibt jetzt gar nichts mehr beim Alten,<br \/>\ndenn dort entsteht Sein K\u00f6nigreich!&#8220;<\/p>\n<p>13. Doch Jesus spricht derweil vom Leiden,<br \/>\nvon Spucke, Geifer, Hohn und Spott<br \/>\nund von Misshandlung durch die Heiden,<br \/>\nvon Gei\u00dfelung bis hin zum Tod.<\/p>\n<p>14. Kein Wunder, dass sie nichts verstehen.<br \/>\nDas macht f\u00fcr sie doch keinen Sinn:<br \/>\nSie woll\u2019n ins Himmelreich eingehen,<br \/>\nund Jesus strebt zur Richtstatt hin?!<\/p>\n<p>15. Der Sinn bleibt ihnen sehr verborgen,<br \/>\nund das zum wiederholten Mal.<br \/>\nSchon oft hat Jesus voller Sorgen<br \/>\nerw\u00e4hnt die bitt\u2019re Marterqual.<\/p>\n<p>16. Das woll\u2019n die J\u00fcnger gar nicht sehen,<br \/>\nauf d\u00fcstre Wahrheit nicht erpicht.<br \/>\n\u201eEr kann nicht einfach von uns gehen<br \/>\n&#8211; durch Tod am Kreuz schon dreimal nicht!&#8220;<\/p>\n<p>17. Zwar spricht ihr Herr vom Auferstehen<br \/>\nam dritten Tage nach dem Tod.<br \/>\nDie J\u00fcnger woll\u2019n auch das nicht sehen.<br \/>\nBisher schien alles doch im Lot!<\/p>\n<p>18. Vom Tod und Aufersteh\u2019n des Herren<br \/>\nwei\u00df heut\u2019 nat\u00fcrlich jedes Kind.<br \/>\nDie J\u00fcnger konnt\u2019 man nicht belehren.<br \/>\nSie war\u2019n auf diesem Auge blind.<\/p>\n<p>19. Ich glaub\u2019, ich h\u00e4tte auch Probleme<br \/>\nals J\u00fcnger dort zu dieser Zeit,<br \/>\nwenn Jesus mich beiseite n\u00e4hme<br \/>\nund spr\u00e4ch\u2019, das Ende sei nicht weit.<\/p>\n<p>20. Da trabt man fr\u00f6hlich durch die Lande,<br \/>\nvoll Zuversicht und Harmonie,<br \/>\nund pl\u00f6tzlich ahnt man Todesbande.<br \/>\nIch hab\u2019 da grad ein D\u00e9j\u00e0-vu:<\/p>\n<p>21. Hat nicht die Bibel vor vier Jahren<br \/>\nzur Faschingszeit mit \u201eMarkus 8&#8243;,<br \/>\nals wir hier auch versammelt waren,<br \/>\ndas Leben uns so schwer gemacht?<\/p>\n<p>22. Auch hier wird Leiden angek\u00fcndigt.<br \/>\n\u00b4S ist Petrus, der\u2019s nicht glauben will,<br \/>\nweil sich sein Herr doch nie vers\u00fcndigt.<br \/>\nDoch Jesus f\u00e4hrt ihn an: \u201eSchweig still!&#8220;<\/p>\n<p>23. Dabei will Petrus ihn besch\u00fctzen,<br \/>\neh\u2019 er ins off\u2019ne Messer rennt.<br \/>\nDoch soll sein Vorsto\u00df ihm nichts n\u00fctzen,<br \/>\nweil Jesus ihn jetzt \u201eSatan&#8220; nennt.<\/p>\n<p>24. \u201eGeh weg von mir, denn dein Bekenntnis<br \/>\nist doch blo\u00df menschlicher Natur.<br \/>\nDir fehlt das g\u00f6ttliche Verst\u00e4ndnis&#8220;,<br \/>\nsagt Jesus barsch, \u201ehier st\u00f6rst du nur.&#8220;<\/p>\n<p>25. Man k\u00f6nnte sich vor Gram verzehren,<br \/>\nwie stets zu dieser Faschingszeit,<br \/>\nals wollt\u2019 die Bibel uns belehren:<br \/>\n\u201eHey, Frohsinn, mach dich nicht zu breit!&#8220;<\/p>\n<p>26. Zwar k\u00f6nnt\u2019 man \u00fcber\u2019s Osterlachen<br \/>\nschon heute frisch, fromm, fr\u00f6hlich, frei<br \/>\nsich mal ein paar Gedanken machen,<br \/>\ndoch f\u00fchrt am Kreuz kein Weg vorbei.<\/p>\n<p>27. Sogar die J\u00fcnger woll\u2019n den weiten<br \/>\nund schweren Weg mit Jesus geh\u2019n<br \/>\nund weiter tapfer vorw\u00e4rts schreiten,<br \/>\nauch wenn sie heut\u2019 das Ziel nicht seh\u2019n.<\/p>\n<p>28. Fast h\u00e4tt\u2019 den Blinden ich vergessen,<br \/>\nder dort sitzt seit geraumer Zeit,<br \/>\nauf seine Heilung ganz versessen,<br \/>\nund der jetzt laut nach Jesus schreit.<\/p>\n<p>29. \u201eSohn Davids, hilf, erbarm dich meiner!&#8220;<br \/>\nruft er, der seine Chance erkannt.<br \/>\nDa hat zuvor ihm n\u00e4mlich einer<br \/>\nden Namen Jesu schnell genannt.<\/p>\n<p>30. \u201eSohn Davids, hilf!&#8220; Er schreit noch lauter,<br \/>\ndamit ihm nicht die Chance entflieht.<br \/>\nUnd in die grobe Richtung schaut er,<br \/>\nwo Jesus mit den J\u00fcngern zieht.<\/p>\n<p>31. Die bei ihm steh\u2019n, wolln\u2019s ihm verbieten:<br \/>\n\u201eDu kannst doch hier nicht so laut schrei\u2019n!<br \/>\nEs gibt Gewinner und auch Nieten.<br \/>\nDu bist halt blind; jetzt sieh es ein!&#8220;<\/p>\n<p>32. Hier kann man wunderbar erkennen,<br \/>\nwas Lebensqualit\u00e4t vermindert.<br \/>\nIch will das Kind beim Namen nennen:<br \/>\nMan ist nicht, nein, man wird behindert.<\/p>\n<p>33. Nicht genug damit, dass der Blinde<br \/>\nsein Lebtag schon nichts sehen kann.<br \/>\nMan raunzt ihn auch noch an: \u201eVerschwinde!&#8220;<br \/>\nund legt ihm einen Maulkorb an.<\/p>\n<p>34. Doch vorne scheint sich was zu r\u00fchren,<br \/>\ndenn Jesus steht jetzt pl\u00f6tzlich still.<br \/>\nEr l\u00e4sst den Blinden zu sich f\u00fchren<br \/>\nund fragt ihn, was der von ihm will.<\/p>\n<p>35. \u201eHerr, dass ich sehen kann nat\u00fcrlich,&#8220;<br \/>\nf\u00e4ngt dieser gleich zu reden an.<br \/>\nUnd manche finden\u2019s ungeb\u00fchrlich,<br \/>\ndass man so etwas fordern kann.<\/p>\n<p>36. F\u00fcr Jesus aber sind die Worte<br \/>\ngenau das, was er h\u00f6ren will.<br \/>\nEr heilt den Blinden gleich am Orte.<br \/>\nDie Kritiker sind sofort still.<\/p>\n<p>37. Denn unser Blinder kann jetzt sehen.<br \/>\nEr zeigt sich v\u00f6llig selbstbewusst<br \/>\nund wird sogleich mit Jesus gehen<br \/>\nvoll Dankbarkeit und Lebenslust.<\/p>\n<p>38. \u201eGeholfen hat dir hier dein Glaube,&#8220;<br \/>\nsagt Jesus ihm noch hinterher.<br \/>\nDas gilt f\u00fcr Blinde und f\u00fcr Taube,<br \/>\nf\u00fcr Lahme und noch viele mehr.<\/p>\n<p>39. Im Film mit Namen \u201eBruce Allm\u00e4chtig&#8220;,<br \/>\nda f\u00e4llt mir eine Szene ein,<br \/>\ndie demonstriert mal wieder pr\u00e4chtig:<br \/>\nSo hilfreich kann das Beten sein.<\/p>\n<p>40. Man sieht, wie Gott und Bruce betreten<br \/>\n\u00b4ne Wasserfl\u00e4che grad zu Fu\u00df,<br \/>\nGott fragt: \u201eWie h\u00e4ltst du\u2019s mit dem Beten?<br \/>\nNun zeig doch mal, mein lieber Bruce!&#8220;<\/p>\n<p>41. Da betet Bruce \u201ef\u00fcr Fried auf Erden,<br \/>\nund dass die Menschheit Gutes tut.<br \/>\nUnd keiner soll mehr hungrig werden.&#8220;<br \/>\nDann fragt er Gott: \u201eWar das jetzt gut?&#8220;<\/p>\n<p>42. \u201eNa ja,&#8220; sagt Gott, \u201ees ist schon richtig,<br \/>\nwenn du die Menschheit einbeziehst.<br \/>\nWas aber ist Dir wirklich wichtig,<br \/>\nwenn du dein eig\u2019nes Herz ansiehst?&#8220;<\/p>\n<p>43. \u201eDass meine Frau kommt unverz\u00fcglich<br \/>\nzu mir zur\u00fcck, wenn\u2019s irgend geht!&#8220;<br \/>\nDas findet Gott nun sehr vergn\u00fcglich:<br \/>\n\u201eNa, das ist doch mal ein Gebet!&#8220;<\/p>\n<p>44. Dann hat er Bruce noch mitgegeben:<br \/>\n\u201eGlaub nicht an Zaubertricks und Plunder.<br \/>\nWillst du ein Wunder einst erleben,<br \/>\ndann sei am besten selbst das Wunder!&#8220;<\/p>\n<p>45. Der Bruce im Film l\u00e4sst sich das sagen<br \/>\nund leistet manche gute Tat.<br \/>\nVielleicht soll\u2019n wir es auch mal wagen<br \/>\nzu folgen diesem guten Rat.<\/p>\n<p>46. Und Gottes Friede, unermesslich,<br \/>\nder die Vernunft weit \u00fcberragt,<br \/>\nbewahre unser Herz verl\u00e4sslich<br \/>\nin Christus Jesus unverzagt.<\/p>\n<p>Amen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gereimte Fastnachtspredigt zu Lukas 18, 31-43 \u201eDie dritte Ank\u00fcndigung von Jesu Leiden und Auferstehung&#8220; und \u201eDie Heilung eines Blinden bei Jericho&#8220;, 9. Februar 2013 von Kerstin Sch\u00e4fer faschingspredigt_2013 1. Es kamen zwei Matrosen neulich zu ihrem Chef, dem Kapit\u00e4n. Sie hatten n\u00e4mlich &#8211; wie abscheulich! &#8211; \u00b4nen blinden Passagier geseh\u2019n. 2. \u201eEin blinder Passagier! 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